Beate braucht ein Hobby -Teil 2
- Ich
- 9. Dez. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Heute: Wir schreiben Prosa...oder versuchen es zumindest ;-)

Ich versuch mal mein Glück... wenn ich mehr als 10 Herzen bekommen oder ein positives Feedback von Muddel erhalte, überlege ich mir einen ganzen Roman zu schreiben ;-)
Ein Morgen
"Es ist noch ruhig auf dem Campingplatz, denn die Sonne hat ihren Weg zu mir über den Horizont noch nicht gefunden, Insekten fliegen noch zirpend um die karge Campingplatz-Beleuchtung und fühlen sich im Schutz der Dunkelheit trügerisch sicher.
Ich öffne die Wagentür um im Pyjama die erste Zigarette des Tages zu rauchen, während Sunny meine Bewegung zwar wahrnimmt aber sich dennoch dafür entscheidet, die letzten Minuten ihres Schlafes im warmen Wohnmobil zu genießt, wissend, dass danach das Licht angeht und die Unruhe des Tages beginnt.
Die Wagentür macht ein schiebendes Wusch-Geräusch, es strömt mir kalte Luft entgegen und für 1-2 Sekunden sind die Insekten ruhig...absolute Stille - bevor das gezirpte und gebrumme unbeeindruckt weiter geht.
Während ich dem ausgehauchten Rauch meiner Zigarette dabei zuschaue, wie er eine Form bildet und diese langsam wieder verliert und sich verflüchtigt, wandern meine Gedanken ungefragt in die ein oder andere Richtung, manchmal auch in zwei Richtungen gleichzeitig, das ist fast zu viel Stress in Mitten dieser unwirklichen Stille.
Ich mahne meine Gedanken zur Ordnung - wie kleine Kinder - und lasse sie einen nach dem anderen vorbei ziehen. Schaue sie mir an, höre ihnen zu wenn sie was zu sagen haben und entscheide, ob der ein oder andere Gedanke es verdient hat weiter betrachtet und vertieft zu werden.
Es mag ein subjektiver Eindruck sein, dass sich einige Gedanken - besonders die wagemutigen, herausfordernden und selbstkritischen- eher bei Dunkelheit oder Stille herauswagen. Besonders diese ermutige ich und widme ihnen soviel Zeit wie nötig ist, zumindest eine Zigarette lang.
...und dann neigt sich die Zigarette dem Ende zu, ich drücke sie in meinem überquellenden Aschenbecher aus, den ich schon seit Tagen entleeren wollte.... ich mache das Licht an, Sunny schaut mich müde an, ein neuer Tag hat begonnen"
Ich Putze meine Zähne, während ich mich frage wie viel Wasser noch in meinem Wassertank sein mag, auch das ein Gedanke, der schnell wieder weggewischt wird, "wird schon reichen".
Sunny kennt das Ritual, erst die Zähne, dann die Hose und dann die Schuhe, spätestens bei den Schuhen kommt sie mir im engen Camper entgegen und freut sich schwanzwedelnd, ungeachtet des nicht vorhandenen Platzes für den Ausdruck dieser Freude. Das dumpfe Klopfen der freudigen Rute an Wänden und Türen ertönt kurz über den noch stillen Campingplatz, ich bin fast sicher, dass nur die Hundebesitzer dies richtig zu interpretieren wissen.
Ich mache die Tür erneut mit einem Wusch auf, die Luft ist gar nicht mehr so kalt, die Sonne hat es schon fast über den Horizont geschafft, ihr strahlen reicht aber aus, das keine Taschenlampe mehr notwendig ist.
Nach dem der Hund geleert und wieder gefüllt ist, mache ich mich ans Tageswerk. Es ist viel Arbeit zu tun, warten doch in Hamburg Menschen, die mein Feedback, meine Meinung oder einfach meine Zeit benötigen bzw. fordern.
Ein vorsichtiger Blick in den Terminkalender sagt mir, es stehen einige Viodeokonferenzen heute an, ich sollte mich zurecht machen, es wird ein anstrengender Tag.
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